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Leitfaden für einen überzeugenden Businessplan


Wer ein Darlehen zur Finanzierung einer Existenzgründung oder anderer unternehmerischer Pläne braucht oder gar Investoren sucht, kennt das Problem: Ein Businessplan muss geschrieben werden. Was leicht dahin gesagt ist, zeigt sich in der Praxis häufig schwierig. Welche Inhalte gehören in den Businessplan? Welche Schwerpunkte sollten gesetzt werden? Welchen Umfang sollte der Businessplan haben? Diese und viele andere Fragen stehen im Raum, wenn es an die Umsetzung geht.

Ein Businessplan muss die Adressaten des Dokumentes überzeugen. Überzeugungskraft ist notwendig und sollte schon auf der ersten Seite des Businessplanes beziehungsweise auf dem Deckblatt in Angriff genommen werden. Erstellen Sie also ein Deckblatt mit einem Titel für Ihren Businessplan und fügen Sie gegebenenfalls einen Untertitel hinzu. Dieser Titel oder Untertitel sollte schon im Vorfeld zeigen, dass Ihr Businessplan es wert ist, gelesen zu werden.

Im weiteren Verlauf sollte ein Inhaltsverzeichnis folgen. Dann geht es an die Details: Ihr Businessplan sollte insgesamt nicht mehr als 15 bis 20 Seiten umfassen und diese Seiten sollen es wirklich in sich haben. Wenn Sie noch mehr Informationen zur Verfügung stellen wollen, können Sie einen Anhang erstellen, in dem sich Details finden. Wiederholen Sie keine Aussagen und sorgen Sie für eine übersichtliche Struktur mit kurzen Absätzen und nummerierten Überschriften für die einzelnen Abschnitte. Ihr erster Abschnitt sollte eine Executive Summary oder auch Zusammenfassung sein, die Sie allerdings erst ganz zum Schluss schreiben sollten. Hierfür sollten Sie nicht mehr als eine Seite verwenden und sich auf das allerwichtigste beschränken. Insbesondere sollte hier ein Statement zu finden sein, was Sie vom Adressaten des Businessplanes eigentlich erwarten.

Setzen Sie Schwerpunkte in Ihrem Businessplan dort, wo sie wichtig sind. Mit anderen Worten: Priorisieren Sie, welche Punkte einer Gliederung für Ihr Vorhaben wirklich wichtig sind. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass Ihr Adressat vermutlich bestimmte Ziele verfolgt und diese Erkenntnis einfliessen lassen. Ist Ihr Businessplan also für eine Bank bestimmt, so wird diese Bank ein grosses Interesse an der Rückzahlung und an der Zahlung von Zinsen haben. In diesem Fall wird deutlich, dass Sie bereits in der Zusammenfassung – die zu Beginn des Businessplanes kommt – zu Papier bringen sollten, wie es um Ihr geplanten Einkommen steht.

Ein überzeugender Businessplan besteht auch aus einer ordentlichen Rechtschreibung; einer gut lesbaren Schrift und kurzen Sätzen, die ebenfalls gut lesbar sind. Wichtig ist, keine Aussagen zu tätigen, die nur weitere Fragen aufwerfen. Versuchen Sie so gut wie möglich, Argumente für ihre Aussagen zu finden. Dabei können Sie sich beispielsweise auf externe Quellen wie Branchenberichte oder auf Ihre berufliche Erfahrung berufen. Meiden Sie Übertreibungen und verwenden Sie keine Werbesprache. Ein Businessplan ist keine Verkaufspräsentation, sondern besteht aus "harten Fakten". Ein paar Bilder, Illustrationen oder Diagramme an der richtigen Stelle sind zwar ratsam, übertreiben Sie es damit aber nicht. Wer eine Existenzgründung plant, muss zeigen, dass er ein aussichtsreiches Vorhaben zu bieten hat und dass er der Richtige zur Umsetzung der Gründungspläne ist.

Letztlich gilt, dass Sie im Rahmen einer Existenzgründung mit Ihrem Businessplan an manche Tür klopfen müssen, bevor sich eine davon öffnet. Sind Sie also nicht frustriert, wenn es nicht gleich beim ersten Versuch ein Erfolg wird. Lernen Sie aus den Rückmeldungen (falls Sie welche bekommen) und arbeiten Sie diese in Ihren Businessplan ein. Damit können Sie dann einen neuen Versuch wagen und werden hoffentlich mit Ihrem Businessplan in eine erfolgreiche Selbstständigkeit starten können.

Autor: Andrea Delp
E-Mail: adelp[ ät ]amaveo.de
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