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Erziehung, ein neues Thema im Fernsehen

Wer kennt sie nicht die "Super-Nanny" oder "Die strengsten Eltern der Welt" ? Immer öfter werden Sendungen produziert, die sich mit dem Thema Erziehung intensiv befassen.

Kindererziehung
© Robbic - Fotolia.com

Besonders die Unterstützung der Eltern im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen wird in diesen Sendungen aufgegriffen und von fast allen Seiten beleuchtet. Die hohen Einschaltquoten lassen erahnen, wie erfolgreich und beliebt diese neue Art der Livesendungen ist. Was schließlich auch erklärt, warum der Zuschauer mit dieser Form der Unterhaltung derzeit überschüttet wird. Die Sorgen und Probleme der Eltern werden aufgegriffen, um kombiniert mit Tipps und Beratungen die lauen Fernsehabende zu füllen. Doch kann man mithilfe dieser Sendungen Probleme mit dem eignen Kind in den Griff bekommen?

Besonders Jugendliche werden in diesen Sendungen nachteilig dargestellt, indem ihnen Charaktereigenschaften wie zum Beispiel Faulheit, Gewalt oder Aggressivität angehaftet werden. Dabei ist in vielen Fällen schnell ersichtlich, dass die Probleme nicht bei den angehenden Erwachsenen, sondern bei den Eltern selbst liegen. Das angenehme und verständnisvolle Miteinander fehlen gänzlich, sodass selbst Laien schnell erkennen, woraus die Probleme bestehen und wie man sie beseitigen könnte. Auch Experten schlagen immer lauter Alarm und hoffen so, dieser neuen Form der Unterhaltung ein Ende setzen zu können. Oftmals hat man das Gefühl, dass die Kinder in Situationen dargestellt werden, in denen sie im Konflikt mit ihren eigenen Gefühlen stehen. Doch diese Konflikte gehören zum älter und reifer werden dazu und kommen in jedem Elternhaus vor. So meinen Experten nicht zu unrecht, dass Kinder oftmals zur Schau gestellt werden, um dem Fernsehzuschauer etwas bieten zu können. Mithilfe von Anweisungen sollen die Probleme in den Griff bekommen werden, doch das Ergebnis ist, dass man als Zuschauer am Ende mit der Familie leidet. Man hat das Gefühl, die Familien werden mit Absicht in ein unschönes Licht getaucht, was dazu führt, dass man sich am Ende fremd schämt. Man weiß nicht, wer diese aufgezeichnete Sendung sieht, sodass vom eignen Chef bis hin zur Nachbarin oder einer Schulfreundin jeder an den Problemen innerhalb der Familie teilhaben kann.

Sicher ist es möglich, einige Ansätze für sich selbst aus diesen Sendungen mitzunehmen. Doch ist es nach einem Einschalten doch oftmals so, dass man mit den abgebildeten Familien leidet und auf die Erziehungsratschläge kaum noch achtet. Möchte man die Beziehung zu seinem Kind und die aus den häufigen Missverständnissen entstehenden Probleme verändern, so ist es oftmals nur das Miteinander, das überdacht werden muss. Verständnis und Kompromisse sind die beiden Schlüsselwörter für ein angenehmes und liebevolles Miteinander, ohne das einer zurückstecken muss oder sich verletzt fühlt.

Ein Gastkommentar von "Schreibfeechen"

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