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Die Geschichte der TragschrauberDie Wurzeln des Gyrocopters liegen im Jahre 1920 In diesem Jahr experimentierte der spanische Ingenieur und Luftfahrtpionier Juan de la Cierva mit den, wie er es nannte, „rotierenden Flügeln“. Der Grund dafür war, dass er in einen überzogenen Flugzustand geriet, und mit einem selbst entwickelten Bomber daraufhin abstützte. Da diese jedoch nicht flugtauglich waren, entwickelte man weiter. Als Ergebnis kam am 9. Januar 1923 in Getafe, Spanien, der erste Autogiro, mit dem Namen C.4, zum Vorschein, der den Testflug am 17. Januar durch Gómez Spencer, einem spanischen Militärpilot, erfolgreich bestand. Am 31. Januar dann, flog dieser am Flughafen von Cuatro Vientos, Madrid, einen Kreis von 4 Kilometern in 3 Minuten und 30 Sekunden. Ein Jahr später, am 12. Januar 1924, folgte wiederum ein Testflug, diesmal allerdings mit dem C.6. Dieser besaß einen 100-PS Motor und ein Gewicht von 780 Kilogramm. Leutnant Loriga startete wiederrum am Flughafen von Cuatro Vientos und flog diesmal aber zum Flughafen Getafe, die er mit einer beachtlichen Strecke von 12 Kilometern zurücklegte. Es folgte 1929 die Entwicklung eines Leitwerks durch Cierva. Dieses Leitwerk war vor den Rotorblättern geschützt, was früher nicht der Fall war und es dadurch zu Beschädigungen kam. Zudem wurde noch im selben Jahr Vorrichtung zum schnelleren Antrieb des Rotors entwickelt. Diese wurde von Ciervas amerikanischen Partners erbaut. Durch diese Vorrichtung konnte damit auch die Startbahn auf 10 bi 20 Meter verkürzt werden. Ursachen dessen war, dass der Rotorantrieb bei der Erreichung der Auftriebsgeschwindigkeit abgestellt wurde und der Tragschrauber wie zuvor weiter fliegen konnte. Es folgten weitere Modelle, wie der C.5 mit Dreiblatt-Rotor und Ende 1929 die neue Reihe des C.6. Und es brach förmlich ein Autogiro- Boom aus! Die zwei Kollegen Herold Pitcairin und Walter Kellett waren sogar so sehr von der Idee begeistert, dass sie zu dieser Zeit, um Ende der 1920er Jahre, den wohl wichtigsten Autogiro- Hersteller in den Vereinigten Staaten (USA) gründeten. Dies erreichten sie jedoch nur durch die Lizenzierung (behördliche Genehmigung) durch Jean de la Cievre. Obwohl sie das US- Post Office als Käufer von Autogiros hatten, gingen sie durch Rezession (Verminderung der wirtschaftlichen Wachstumsgeschwindigkeit) bankrott. Zur gleichen Zeit jedoch, blühte die Entwicklung in Europa auf. -ZAGI- in Russland, -SNCASO- in Frankreich, in Großbritannien in enger Zusammenarbeit mit Cierva und –Avro-, und auch hier in Deutschland mit -Fock- Wulf- entfaltete sich die Autogiro- Herstellung immer mehr. Auch im 2. Weltkrieg kam der Tragschrauber zum Einsatz, auch wenn er keine wesentliche Rolle spielte. In Deutschland wurde der Tragschrauber –Focke-Achgelis Fa 330 „Bachstelze“ – an einer Leine hinter dem aufgetaucht fahrenden U-Boot her gezogen. In dem unmotorisierten Schlepp- Tragschrauber saß als Ausguck eine Person darin. In Großbritannien diente der Tragschrauber Ciera C.30 „Rota“ – in Form einer Staffel als Radarüberwachung. Sogar in Japan verwendete man ihn als Artilleriebeobachtung und Abwehr von U- Booten, durch umgebaute Frachter. Zudem kam der Tragschrauber –ZAGI A-7- in der Sowjetunion zu Aufklärungsflügen und Flugblätterabwehr zu Einsatz. Durch neue taktische Möglichkeiten und ein breites Einsatzspektrum bevorzugte man im 2. Weltkrieg eher den Hubschrauber. 1964 erfand Dr. Igor Bensen den Gyrocopter neu. Dieser „Gyro“ bekam sogar im Fliegerkreis hohe Anerkennung, da er einen Auftritt in einem James-Bond Film hatte. In den 90er Jahren folgte dann die Entwicklung des ersten Ultraleicht- Flugzeuges, dem Magni- Gyro M14/M16, durch den Italiener Magni. Kurz danach folgte die spanische Firma ELA mit dem ELA 07. Mit dem modifizierten ELA 07 oder auch MT-03, gelang es der deutschen Firma Autogiro-Europe 2004 die Zulassung der Ultraleicht- Tragschrauber zu bekommen und dies trotz der strengsten Bauvorschriften für Luftsportgeräte in Deutschland. Seitdem kann man mit einer zusätzlich abgelegten Prüfung mit einer Ultraleichtflug- Lizenz geflogen werden. Heute wird der Gyrocopter eher für Sport- und Freizeitflüge genutzt, da der Tragschrauber den Vorteil der niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten bietet. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Landespolizei Brandenburg seit Juli 2007 bis Mitte Dezember 2007, auf Nutzen des MT-03 für die Polzei und auf welcher Art von Polizeieinsätzen er gebraucht werden könnte, prüft. Autor: Kinnemann Günter KinnemannGue[ät]web.de |
Heute ist Mittwoch, der 10.03.2010 02:15:41 Uhr |