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Die Dresdner Semperoper
Die Semperoper ist das, über die Landesgrenzen hinaus, bekannteste barocke Bauwerk der Dresdner Innenstadt und zwar nicht nur weil im inneren seiner Kellergewölbe ein namenhaftes Bier gebraut wird.
Einerseits Lockt die Oper durch ihre einzigartige Architektur viele Gäste, wie beispielsweise die Besucher der Pension Dresden, an, andererseits interessiert manchen Zeitgenossen der tragische Untergang und der anschließende und Wiederaufbau.
Der Großteil der Besucher kommt jedoch, um die aktuellen Künstlerischen Aufführungen des Hauses zu genießen. So prämieren 2007 zum Beispiel „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Die lustige Witwe“, „Il barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla)“, „Penthesilea“, „La Grande Magia (Der Große Zauber)“ sowie „Rigoletto“.
Ihre Wurzeln sucht die Oper in der kursächsischen Kapelle Ende des 16. Jahrhunderts unter Leitung des Kapellmeisters Antonius Scandellus (1562 - 1581).
Nachher, unter dem damaligen Dresdener Kapellmeister Heinrich Schütz, wurden die seinerzeit in Mode kommenden Opern in den Palais, Pavillons und Gärten des sächsischen Königshofes, dem Zwinger und im Lustschloss Pillnitz dargeboten. Die erste große Oper am Hofe zu Dresden war „Il Paride von Bontempi und Peranda“ (1662).
Zwischen den Jahren 1664 und 1667 wurde dann neben dem heutigen Taschenbergpalais, in der nähe des Schlosses, von Wolf Kaspar von Klengel, das erste steinerne Opernhaus errichtet. Zu dessen Weihung wurde die Oper „Daphne“ (Bontempi und Peranda, Text von Opitz) aufgeführt.
Etwa ein halbes Jahrhundert danach wurde das Große Opernhaus gebaut, welches Mitte 1719 eröffnet wurde. Das ältere Opernhaus wurde dann wegen der geteilten Religion im Kurfürstentum, Sachsen war evangelischen, doch sein Herrscher Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen und zugleich August II von Polen war katholischen Glaubens, seit 1708 als katholische Hofkirche genutzt.
Die neu Oper wurde zur Wirkungsstätte von Johann Adolf Hasse, der als der eigentliche Repräsentant der "italienischen Epoche" in Dresden ("caro devino sassone") galt. Ihm gelang es auch, im Sinne der "opera seria", die vokale und instrumentale Perfektion ausdrucksvoll zu verbinden, was sich am für seine Musen bekannten Sächsischen Hof, zunehmender Beliebtheit erfreute.
Außerdem trug der Konzertmeister Johann Georg Pisendel gleichermaßen zur Geltung der Dresdner Oper bei, indem er mit der Förderung von Einzelpersönlichkeiten begann und damit eine lange, immer noch andauernde, Tradition zum Leben erweckte.
Einen tragischen Einschnitt in der Geschichte der Semperoper stellte die vollständige Zerstörung in der Nacht des 13. Februar 1945 durch alliierte Kampfbomber dar. Der endgültige Wiederaufbau endete nach achtjähriger Bauzeit mit der Neueröffnung am 13. Februar 1985. Zur Eröffnung wurde dann Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ aufgeführt.
Heute sind die Kriegswunden glücklicherweise endgültig verheilt, so dass der Besucher einen festen Eindruck von Glanz und Harmonie in Erinnerung behält.
Nach einem prägenden Opernbesuch empfiehlt sich dann zur Vollendung des Abends, der Genuss eines guten Weines im Nahe gelegenen „italienischen Dörfchen“, bevor es dann endlich Zurück ins Hotel Dresden geht.
Gabi Schöne
Gabriele-schoene[ ät ]gmx.de
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