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Trennung belastet Töchter stärker als Söhne

Eine israelische Studie kommt zu Schluss, dass die Trennung der Eltern Töchter mehr als Söhne belaste. Die elterliche Trennung lasse sie an der eigenen Bindungsfähigkeit zweifeln. Also liebe Eltern: Vergesst beim Streit um die Aufteilung der materiellen Güter und um den Unterhalt nicht eure Kinder, denn eine Trennung hat lebenslange Folgen für die Kleinen.

Trennung
© Tatyana Gladskih - Fotolia.com

Die Leiterin der Studie, die Psychologin Tal Schemer-Elkajam, erklärte gegenüber der israelischen Zeitung Jediot Achronot: Besonders Frauen würden in allen Lebensbereichen negative Auswirkungen einer elterlichen Trennung spüren. Das allgemeine Gefühl der Befähigung sei bei Trennungs-Töchtern in vielen Bereichen geringer ausgeprägt. Auch neigen Scheidungskinder eher dazu, die Schule früher zu verlassen, nachgiebiger zu sein und weniger beruflich erfolgreich zu sein.

Den größten Unterschied könne man in der Wahrnehmung der eigenen Bindungsfähigkeit feststellen. Mädchen aus Scheidungsfamilien schätzten diese am geringsten ein. Schemer-Elkajam findet die Ursache zwischen Jungen und Mädchen darin, dass Mädchen bzw. Frauen eher dazu tendieren, emotional stärker mit den Eltern verbunden zu sein, als ihre männlichen Geschwister. Sie erleben das gescheiterte Modell der Eltern und schließen daraus auf sich selbst: „Wenn das meine Eltern nicht schaffen, werde ich wahrscheinlich auf keinen Erfolg in einer Bindung haben.“

Buben tendieren eher dazu, ihr Selbstbewusstsein aus Unabhängigkeit und einer Loslösung zu schöpfen. Aus diesem Grund habe eine Trennung weniger negative Folgen auf sie, so der Tenor der Studie, bei der 509 Personen (50% aus „intakten“ Familien, 50% Trennungskinder) im Alter von 17 bis 25 befragt wurden.

Quellen: Männernews / dpa
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